Samstag, 6. September 2014

Die ersten beiden Wochen sind vorbei

So jetzt sind schon zwei Wochen hier vergangen und es ist auch wirklich schon einiges passiert.
Morgen werden wir unsere Zimmer hier im YMCA räumen und zu unseren Gastfamilien ziehen.
Meine Gastfamilie durfte ich auch schon kennenlernen.
Letzten Donnerstag war ich abends mit ihr essen. Da die Familie japanischer Abstammung ist sind wir zum Japaner gegangen. Das hat dazu geführt, dass ich erst mal lernen musste mit Stäbchen zu essen. Das hatte nicht gerade zu den neu zu erlernenden Fähigkeiten, mit denen ich bei einem Aufenthalt in Peru gerechnet habe, gehört.
Die Familie war sehr nett. Ich habe einen neunzehnjährigen Bruder und eine elfjährige Schwester. Ich denke genauer werde ich sie euch vorstellen wenn ich eine Weile bei ihnen gewohnt habe und sie etwas besser kenne.
Im Großen und Ganzen waren die ersten zwei Wochen hier, zumindest vom Gefühl her, eher wie eine Freizeit.
Wir haben noch nicht gearbeitet sondern erst einmal die Programme und einige Mitarbeiter des YMCA und auch ein wenig die Stadt Lima kennen gelernt.
Die Projekte sind sehr vielseitig. Die Arbeit konzentriert sich auf Kinder und Jugendlichen in allen Altersgruppen.
Es wird in verschiedenen Zentren mit Menschen aus verschiedenen Bevölkerungsschichten gearbeitet.
Ich denke, dass es auch hier sinnvoller ist, wenn ich, sobald ich weiß in welchen Projekten ich arbeiten werde, diese genauer vorstelle, anstatt jetzt zu allen etwas nicht sonderlich aussagekräftiges zu schreiben.

Von unserem Besuch in einer Gruppe im Armenviertel Independencia möchte ich aber kurz erzählen.
Wir haben dort eine Frauengruppe besucht. Und auch wenn ich die Peruaner an sich schon sehr freundlich und fröhlich erlebe habe ich noch sehr wenige Menschen getroffen, die eine solch positive Stimmung ausgestrahlt haben wie diese Frauen. Sie haben uns mit einer riesigen Gastfreundschaft empfangen, haben uns alle mehrfach umarmt und einfach sehr sehr glücklich gewirkt. Diese Lebensfreude, der Frauen, die wirklich unter aller einfachsten Bedingungen leben, hat mich sehr fasziniert.

An der Jugendgruppe Hope haben wir auch selbst schon zweimal teilgenommen. Die Jugendlichen dort haben uns sehr freundlich empfangen und gleich in ihre Gemeinschaft aufgenommen.
Einmal habe ich auch schon am Salsa Kurs hier im Y teilgenommen. Ich hab mich aber nicht so sonderlich toll angestellt und mich dann auch den Großteil der Zeit mit ein paar Peruanern unterhalten. Ich hab mich noch nicht entschieden, ob ich da regelmäßig hingehen werde.
Beim Fußball, das zweimal in der Woche stattfindet war ich auch schon. Da bin ich mir aber auch recht sicher, dass ich, wenn ich Zeit habe, regelmäßig teilnehmen werde.
Letzten Samstag waren wir mit Ollis Familie und einigen Peruanern am Strand und haben Fribee gespielt. Das hat ziemlich viel Spaß gemacht. Auch wenn man keine Sonne sehen konnte haben einige von uns aber dabei einen ziemlichen Sonnenbrand bekommen. Ich bin mal gespannt wie das wird wenn hier Sommer ist.
Wenn man sich hier im Gebäude des YMCA aufhält trifft man ständig Leute die man schon ein bisschen kennt und sie unterhalten sich eigentlich immer gerne mit uns. Somit kommt man immer wieder mit Peruanern ins Gespräch.
Zweimal wurden wir auch schon von ein paar Peruanern eingeladen und haben den Abend bei ihnen zu Hause verbracht. Das war ziemlich cool.
Am Mittwoch Abend haben wir Lima verlassen und sind zum Strand-Camp des YMCA gefahren. Da wir erst kurz vor Sonnenuntergang ankamen und es außerdem eben gerade Winter ist, war dort nicht das perfekte Strand Ambiente, aber Jana, Lena, Jonas und ich sind trotzdem schwimmen gegangen.
Nachdem wir das Camp, das wirklich riesig und direkt neben dem Privatstrand von Claudio Pizarro ist, ein wenig angeschaut hatten, fuhren wir weiter nach Azpitia, wo der YMCA einen Hochseilgarten hat.
Den Donnerstag haben wir dann komplett in besagtem Hochseilgarten verbracht.
Er ist sehr stark auf Teambuilding ausgelegt, weshalb man alle Stationen als Gruppe meistern musste. Das hat sehr viel Spaß gemacht.
Morgen werden wir nun umziehen, was natürlich eine neue große Veränderung mit sich bringt.
In der kommenden Woche beginnt dann auch unsere Sprachschule, ansonsten wird sie aber,da wir immer noch nicht alles kennen, vom Programm her noch ähnlich verlaufen, wie die vergangenen beiden.
In der Woche danach beginnt dann die Arbeit. Darauf bin ich auch schon sehr gespannt.
Aber bis dahin verabschiede ich mich jetzt erst mal.
¡hasta pronto!

Manu

Ich hab wirklich ein großes Glück, dass ich hier mit 10 anderen Freiwilligen unterwegs bin und dass wir bis jetzt auch quasi alles zusammen machen. Ich hab nämlich selber noch kein einziges Foto hier in Peru gemacht. Glücklicherweise aber meine Mitvolis, weshalb ich euch auch ein paar visuelle Eindrücke der ersten Wochen präsentieren kann:
Sie sind leider nicht sonderlich toll sortiert aber es steht ja dran was sie darstellen :)
Das Hauptgebäude des YMCA Perú von außen

Nachtrag zum ersten Post -  so wurden wir am Flughafen empfangen


Wir Volis gemacht von den Jungen Erwachsenen bei Hope
Gruppenbild bei Hope

Strand im Y-Camp

Baden im Meer

Für die Bilder für unseren Ausländerausweis mussten wir chic gekleidet sein

Küste in Lima

Nochmal Küste in Lima

Plaza de Armas - Park im Zentrum Limas

Blick vom Berg San Cristobal auf Lima - dieser Dunst hängt im Winter fast immer über der Stadt

Auf dem Inkamarkt

Beim Frisbee spielen - der Junge ganz rechts ist mein Gastbruder





Eine Aufgabe im (Hoch-) Seilgarten -  Es gab schon auch noch Stationen, die wirklich Hoch waren und bei denen man auch gesichert war

Erdbebenübung im YMCA

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen