So jetzt sind schon zwei Wochen hier
vergangen und es ist auch wirklich schon einiges passiert.
Morgen werden wir unsere Zimmer hier im
YMCA räumen und zu unseren Gastfamilien ziehen.
Meine Gastfamilie durfte ich auch schon
kennenlernen.
Letzten Donnerstag war ich abends mit
ihr essen. Da die Familie japanischer Abstammung ist sind wir zum
Japaner gegangen. Das hat dazu geführt, dass ich erst mal lernen
musste mit Stäbchen zu essen. Das hatte nicht gerade zu den neu zu
erlernenden Fähigkeiten, mit denen ich bei einem Aufenthalt in Peru
gerechnet habe, gehört.
Die Familie war sehr nett. Ich habe
einen neunzehnjährigen Bruder und eine elfjährige Schwester. Ich
denke genauer werde ich sie euch vorstellen wenn ich eine Weile bei
ihnen gewohnt habe und sie etwas besser kenne.
Im Großen und Ganzen waren die ersten
zwei Wochen hier, zumindest vom Gefühl her, eher wie eine Freizeit.
Wir haben noch nicht gearbeitet sondern
erst einmal die Programme und einige Mitarbeiter des YMCA und auch
ein wenig die Stadt Lima kennen gelernt.
Die Projekte sind sehr vielseitig. Die
Arbeit konzentriert sich auf Kinder und Jugendlichen in allen
Altersgruppen.
Es wird in verschiedenen Zentren mit
Menschen aus verschiedenen Bevölkerungsschichten gearbeitet.
Ich denke, dass es auch hier sinnvoller
ist, wenn ich, sobald ich weiß in welchen Projekten ich arbeiten
werde, diese genauer vorstelle, anstatt jetzt zu allen etwas nicht
sonderlich aussagekräftiges zu schreiben.
Von unserem Besuch in einer Gruppe im Armenviertel Independencia möchte ich aber kurz erzählen.
Wir haben dort eine Frauengruppe besucht. Und auch wenn ich die Peruaner an sich schon sehr freundlich und fröhlich erlebe habe ich noch sehr wenige Menschen getroffen, die eine solch positive Stimmung ausgestrahlt haben wie diese Frauen. Sie haben uns mit einer riesigen Gastfreundschaft empfangen, haben uns alle mehrfach umarmt und einfach sehr sehr glücklich gewirkt. Diese Lebensfreude, der Frauen, die wirklich unter aller einfachsten Bedingungen leben, hat mich sehr fasziniert.
An der Jugendgruppe Hope haben wir auch
selbst schon zweimal teilgenommen. Die Jugendlichen dort haben uns
sehr freundlich empfangen und gleich in ihre Gemeinschaft
aufgenommen.
Einmal habe ich auch schon am Salsa
Kurs hier im Y teilgenommen. Ich hab mich aber nicht so sonderlich
toll angestellt und mich dann auch den Großteil der Zeit mit ein
paar Peruanern unterhalten. Ich hab mich noch nicht entschieden, ob
ich da regelmäßig hingehen werde.
Beim Fußball, das zweimal in der Woche
stattfindet war ich auch schon. Da bin ich mir aber auch recht
sicher, dass ich, wenn ich Zeit habe, regelmäßig teilnehmen werde.
Letzten Samstag waren wir mit Ollis
Familie und einigen Peruanern am Strand und haben Fribee gespielt.
Das hat ziemlich viel Spaß gemacht. Auch wenn man keine Sonne sehen
konnte haben einige von uns aber dabei einen ziemlichen Sonnenbrand
bekommen. Ich bin mal gespannt wie das wird wenn hier Sommer ist.
Wenn man sich hier im Gebäude des YMCA
aufhält trifft man ständig Leute die man schon ein bisschen kennt
und sie unterhalten sich eigentlich immer gerne mit uns. Somit kommt
man immer wieder mit Peruanern ins Gespräch.
Zweimal wurden wir auch schon von ein
paar Peruanern eingeladen und haben den Abend bei ihnen zu Hause
verbracht. Das war ziemlich cool.
Am Mittwoch Abend haben wir Lima
verlassen und sind zum Strand-Camp des YMCA gefahren. Da wir erst
kurz vor Sonnenuntergang ankamen und es außerdem eben gerade Winter
ist, war dort nicht das perfekte Strand Ambiente, aber Jana, Lena,
Jonas und ich sind trotzdem schwimmen gegangen.
Nachdem wir das Camp, das wirklich
riesig und direkt neben dem Privatstrand von Claudio Pizarro ist, ein
wenig angeschaut hatten, fuhren wir weiter nach Azpitia, wo der YMCA
einen Hochseilgarten hat.
Den Donnerstag haben wir dann komplett
in besagtem Hochseilgarten verbracht.
Er ist sehr stark auf Teambuilding
ausgelegt, weshalb man alle Stationen als Gruppe meistern musste. Das
hat sehr viel Spaß gemacht.
Morgen werden wir nun umziehen, was
natürlich eine neue große Veränderung mit sich bringt.
In der kommenden Woche beginnt dann
auch unsere Sprachschule, ansonsten wird sie aber,da wir immer noch
nicht alles kennen, vom Programm her noch ähnlich verlaufen, wie die
vergangenen beiden.
In der Woche danach beginnt dann die
Arbeit. Darauf bin ich auch schon sehr gespannt.
Aber bis dahin verabschiede ich mich
jetzt erst mal.
¡hasta pronto!
Manu
Ich hab wirklich ein großes Glück, dass ich hier mit 10 anderen Freiwilligen unterwegs bin und dass wir bis jetzt auch quasi alles zusammen machen. Ich hab nämlich selber noch kein einziges Foto hier in Peru gemacht. Glücklicherweise aber meine Mitvolis, weshalb ich euch auch ein paar visuelle Eindrücke der ersten Wochen präsentieren kann:
Sie sind leider nicht sonderlich toll sortiert aber es steht ja dran was sie darstellen :)
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| Das Hauptgebäude des YMCA Perú von außen |
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| Nachtrag zum ersten Post - so wurden wir am Flughafen empfangen |
| Wir Volis gemacht von den Jungen Erwachsenen bei Hope |
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| Gruppenbild bei Hope |
| Strand im Y-Camp |
| Baden im Meer |
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| Für die Bilder für unseren Ausländerausweis mussten wir chic gekleidet sein |
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| Küste in Lima |
| Nochmal Küste in Lima |
| Plaza de Armas - Park im Zentrum Limas |
| Blick vom Berg San Cristobal auf Lima - dieser Dunst hängt im Winter fast immer über der Stadt |
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| Auf dem Inkamarkt |
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| Beim Frisbee spielen - der Junge ganz rechts ist mein Gastbruder |
| Eine Aufgabe im (Hoch-) Seilgarten - Es gab schon auch noch Stationen, die wirklich Hoch waren und bei denen man auch gesichert war |
| Erdbebenübung im YMCA |







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